Sensibilisierungsworkshop für das Team des Theater Dortmund
Im Oktober 2024 waren wir zu Gast am Theater Dortmund. Gemeinsam mit 15 Mitarbeitenden haben wir einen Sensibilisierungsworkshop durchgeführt – mit einem besonderen Fokus auf alle, die im Theateralltag direkt mit dem Publikum in Kontakt stehen.
Warum Sensibilisierung im Theater?
Ein Theaterbesuch beginnt lange vor dem ersten Vorhang: beim Ticketkauf, am Einlass, an der Garderobe oder bei der Suche nach dem richtigen Platz. Für blinde und sehbehinderte Besucher*innen entscheidet sich oft genau an diesen Stellen, ob sie sich willkommen und sicher fühlen. Wer weiß, worauf es ankommt, kann gezielt unterstützen – ohne zu bevormunden.
Erleben statt nur zuhören
Im Workshop haben die Teilnehmenden mithilfe unserer VR-Anwendung verschiedene Formen von Sehbehinderung selbst erlebt. Anschließend haben wir gemeinsam besprochen, was das für den Arbeitsalltag im Theater bedeutet: Wie spreche ich eine blinde Person an? Wie beschreibe ich einen Weg verständlich? Wie biete ich Hilfe an, ohne mich aufzudrängen? Die Fragen und Erfahrungen der Teilnehmenden standen dabei im Mittelpunkt.
Der Anfang einer Zusammenarbeit
Der Workshop war für uns der Start einer engen Zusammenarbeit mit dem Theater Dortmund. Seitdem haben wir das Theater unter anderem als Co-Autor*innen bei der Audiodeskription des Stücks „Jeeps“ unterstützt.
Besonders gefreut hat uns das Feedback von Ella Steinmann, Diversitätsbeauftragte am Schauspiel Dortmund: „Der Workshop zur Sensibilisierung war für unser Team eine richtig wichtige und bereichernde Erfahrung – vor allem für alle, die regelmäßig mit Publikum in Kontakt stehen.“
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